Kassen beim Möbeldiscounter
Seit drei Jahren arbeite ich bei einem großen, deutschen Möbeldiscounter. Es gab Zeiten, in denen es verpönt war, bei einem solchen Möbelmarkt zu kaufen, weil die Kunden der Meinung waren, dort schlechte Qualität zu bekommen. Aber an der Kasse macht das oft den kleinen Unterschied. Natürlich gibt es in unserem Markt auch extrem billige Möbel. Das macht sich dann auch in der Verarbeitung bemerkbar. Aber mittlerweile werden hier auch hochwertige Möbel und Sofas angeboten, die durchaus einige Jahre und mehrere Umzüge überstehen können. Für solche Qualität muss man aber an den Kassen tiefer in die Tasche greifen. Unser Markt hat sich in den Jahren seines Bestehens stark weiterentwickelt. Hatte die Präsentationsfläche sonst den Charakter einer Markthalle mit nackten Böden, werden jetzt die einzelnen Möbel liebevoll präsentiert und dekoriert, damit die Kunden sich ein besseres Bild machen können. Eine ganze Abteilung mit Dekorationen und Blumen wurde ebenfalls ergänzt. Außerdem gibt es eine große Auswahl an Matratzen und Bettwaren aller Art. Die Kassensysteme müssen natürlich diese Menge an Artikeln verwalten können und die große Kundenzahl schnell abfertigen. Wenn ich Kunden bediene, suche ich für jedes Möbelstück die passenden Artikelnummern heraus und mache über meinen Abteilungscomputer eine Abfrage, ob der gewünschte Artikel im Lager ist. Ich bekomme über die Kassen die Information, auch wann ein ausverkaufter Artikel voraussichtlich wieder geliefert wird. Damit kann ich den Kunden direkt eine klare Auskunft geben und sie können entscheiden, ob sie auf den Artikel warten, oder ob sie sich in der Möbelhalle noch nach einem alternativen Möbelstück umsehen wollen. Wenn alles vorrätig ist, drucke ich einen Bestellzettel aus, auf dem die Artikel mit Barcode aufgeführt sind. Den kann die Mitarbeiterin an der Kasse später mit dem Scanner auslesen und in die Rechnung übernehmen. Die Kunden gehen nach einem gelungenen Kauf gerne noch in die Dekoabteilung und suchen sich dort die passenden Accessoires für ihre neuen Möbel aus. Zum Beispiel bei Betten sind oft nur die Rahmen im Preis enthalten. Dann benötigen die Kunden noch Lattenroste und Matratzen, außerdem ist schöne, neue Bettwäsche die passende Ergänzung. An der Kasse merkt man oft erst, dass viel mehr im Einkaufskorb gelandet ist, als man eigentlich kaufen wollte. Das wird vom Markt erreicht, indem die Präsentationsflächen wesentlich ansprechender gestaltet worden ist. Viele Dekorationsideen bekommen die Kunden bereits beim Auswählen der Möbel. Auch die Betten, die aufgestellt wurden, sind bereits mit guten Matratzen und Lattenrosten ausgestattet, so dass die Kunden beim Probeliegen fühlen, wo die Unterschiede bei den Matratzen sind. Eine teure Latexmatratze bietet eben einen wesentlich höheren Liegekomfort, als ein billiges Federkern Modell. Tatsache ist, dass ohne leistungsfähige Kassen und angeschlossene Warenwirtschaft die Arbeit in einer so großen Möbelkette nur schwer zu bewältigen wäre. Wir können zum Beispiel auch über das Kassensystem ganz leicht abfragen, ob ein ausverkaufter Artikel noch in einer anderen Filiale zu haben ist. Damit können wir den Kunden mit Hilfe der Kasse den besten Service bieten.